Darf ich vorstellen: Nummer eins und zwei.

Das Insurance Innovation Lab wurde am 01. Juli diesen Jahres gestartet, sitzt im Spinlab und will nichts geringeres, als die Versicherungsbranche in die Zukunft zu führen. So weit so gut. Aber wer sind die Gesichter dahinter? Auf diese Frage antworten wir mit unserem ersten von insgesamt drei Beiträgen und werfen einen Blick hinter die Kulissen. Heute stellen wir unsere Nummer eins, den Geschäftsführer Dr. Hagen Habicht und den dienstältesten Mitarbeiter Chris Leiter vor. Viel Spaß beim Kennenlernen.

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Hagen Habicht

Position: Geschäftsführer

Alter: 40

Heimat: Gera

Wie kommt man auf die Idee im Innovationsmanagement zu forschen? Und warum will man das - ausgerechnet - in der konservativen Assekuranz umsetzen?

Ich bin extrem neugierig auf morgen. Und wenn man wissen will, wie die Zukunft aussieht, muss man verstehen, wie sie zustande kommt. Aus diesem Interesse erwachsen unzählige Fragen: Warum gibt es so etwas wie Wikipedia überhaupt? Und wie kann man es noch besser machen? Muss eine Ausbildung eigentlich Geld kosten oder geht das auch als Peer-to-Peer-Modell? Wo bringen uns Schutzrechte und Standards voran und wo schränken sie wichtige Entwicklungen ein? Wenn man auf diese und viele weitere Fragen eine glaubwürdige Antwort finden will, kommt man um Forschung nicht herum. Letztens habe ich zum Spaß online nach Innovationswettbewerben in der Assekuranz gesucht. Der früheste Eintrag, den ich finden konnte, stammte aus 2015. Das ist mehr als 10 Jahre langsamer als Siemens (und wir alle wissen, dass Siemens in der Regel etwas Abstand zum Träger des Gelben Trikots hat). Wo gibt es also mehr zu erreichen als in der Assekuranz?

Wenn du in 5 Jahren auf das Lab schaust, was möchtest du dann für die Assekuranz erreicht haben?

Ehrlich gesagt habe ich nach so wenigen Wochen (noch) keine Ahnung, wie weit wir in 5 Jahren kommen werden. Aber schon das kommende Jahr wird spannend genug: Jeder unserer Partner wird nicht nur die zentralen Treiber der Digitalisierung viel besser kennen als heute. Er wird auch viel besser in der Lage sein, neue Ideen und Technologien zu assimilieren und erfolgreich zu verwerten. Und es wird in jedem Partnerunternehmen mindestens eine ganz konkrete Erfolgsgeschichte geben, die gemeinsam mit dem Lab geschrieben wurde. Wenn wir dieses Ziel auch in jedem der kommenden 4 Jahre verfolgen, haben wir in der Assekuranz einiges erreicht.

Welches Buch sollte jeder Mensch einmal gelesen haben?

Ich glaube, es gibt für jedes Buch den richtigen Leser, aber kein Buch für jeden. Menschen, die mir ähnlich sind, haben an vielen Ecken ein bisschen mitgelesen. So kurz nach der Landtagswahl in Mecklenburg sollte man sich vielleicht eine tiefgründige Innenansicht einer anderen Kultur vornehmen, z.B. mit Avraham Burgs „Hitler besiegen“.

Was machst du fernab der Assekuranz?

 Wo ist das? Wenn ich als Assekuranz-Azubi in den letzten 8 Monaten eines gelernt habe, dann ist es, dass überall Versicherungsbedarf lauert und das Angebot Assekuranz daher nie weiter als einen Steinwurf entfernt sein sollte.


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Chris Leiter

Position: Projekt und Office Manager

Alter: 26

Heimat: Chemnitz

Du kennst die Banken- und Versicherungsbranche. Wer hat mehr Aufholbedarf wenn es um Innovation geht?

Es gibt auf beiden Seiten stark und weniger stark innovierte Unternehmen. Traditionell würde ich die Bankenbranche etwa zwei bis drei Jahre schneller einschätzen, allerdings nimmt dieser Abstand mit zunehmenden Digitalisierungsprozessen deutlich ab. An der Thematik FinTech ließ sich jedoch schon erkennen, dass zuerst die banknahen Felder Payment und Banking besetzt wurden und das Thema InsurTech mit leichtem Verzug nachkommt. Für traditionelle Banken ist es bereits selbstverständlich, ausgereifte Onlineportale für Ihre Kunden bereitzustellen, nicht alle Versicherer haben dies im Angebot. Schaut man sich jedoch die führenden Unternehmen beider Branchen im Bereich Innovation und Digitalisierung an, dann ist es definitiv bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem beide Branchen voneinander lernen können.

Welches Buch/Lied/Vorbild/Film hat dich dazu inspiriert, etwas in deinem Leben zu verändern?

Der Film "Das Beste kommt zum Schluss“ basiert zwar auf reiner Fiktion, verdeutlicht jedoch die Fähigkeit, dass man unabhängig von Alter, Eigenwahrnehmung und Herkunft viel mehr erreichen kann und unendlich viele Erfahrungen vor einem liegen, wenn der erste Schritt erstmal getan ist. Egal ob „Fuck-up“ oder Erfolg, beide Erlebnisse bringen Dich voran.

Wenn Du morgen früh auf irgendeinem Fleck der Erde aufwachen könntest, wo wäre das?

Neckar Island, die Privatinsel von Sir Richard Branson ist zum einen inmitten der Britischen Jungferninseln traumhaft tropisch gelegen und zum anderen ein Treffpunkt für ausgewählte IT-Entrepreneure weltweit. Ein Schmelztiegel des globalen Start-up-Wissens in perfekter Lage. Warum sollte man hier nicht aufwachen wollen?

Was machst du fernab der Assekuranz?

Abseits der Assekuranz begeistere ich mich für fast alles was auf zwei Rädern fährt. Ob mit oder ohne Motor ist dabei egal. Hauptsache es fährt, am besten in ferne Länder jenseits der touristischen Wege.